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Wissenswertes

Schon gewusst?!

5 Fakten über Milch

 

Knochenstark
Milch enthält jede Menge Kalzium. Der Mineralstoff ist wichtig für den Aufbau und die Stabilität von Knochen und Zähnen. Dass der Körper Kalzium gut aufnehmen und in die Knochen einbauen kann dafür sorgen die Eiweißbausteine der Milch und der enthaltene Milchzucker. Schon ein Viertel Liter Schulmilch und ein Käsebrot decken die Hälfte des täglichen Kalziumbedarfs von Jugendlichen.

22 Liter
das ist die Menge an Milch, die eine Kuh jeden Tag im Durchschnitt produziert. Eine Molkerei kann daraus 22 Liter Trinkmilch oder 22 Kilogramm Joghurt machen. Deutlich mehr schlucken andere Milchprodukte: Für ein Kilogramm Speisequark werden vier Liter Milch benötigt, für ein Kilogramm Schnittkäse sogar zehn Liter. Ganze 18 Liter Milch stecken in einem Kilogramm Butter.

Energy-Drink
Ganz schön anstrengend: Wer den Unterrichtsstoff packen will, muss sich dauernd konzentrieren. Die tägliche Portion Schulmilch wirkt da wie ein natürlicher Energy-Drink. Denn der Körper ist in der Lage, die Kohlenhydrate in der Milch sofort in Energie umzusetzen. Vitamin A und Lecithin helfen außerdem dabei, Nervenbahnen aufzubauen. So füllt Milch schnell die Kraftreserven auf und steigert die Leistungsfähigkeit in der Schule.

135 °C
Haltbare Schulmilch gibt es gut geschützt im praktischen Getränkekarton. Darin bleibt sie mindestens 3 Monate lang genießbar. So kann man sie perfekt transportieren und auf Vorrat lagern sogar in Gegenden der Erde, wo Kühlschränke nicht so selbstverständlich sind wie bei uns. Milch wird haltbar gemacht, indem man sie beim Abfüllen für 2-3 Sekunden auf eine Temperatur von 135 Grad Celsius ultrahocherhitzt. Wertvoll bleibt sie trotzdem: H-Milch hat den gleichen Nährstoffgehalt wie Frischmilch.

Süße Träume
Warme Milch mit Honig darauf schwören viele Menschen, um besser einschlafen zu können. Die Frage ist nur: Funktioniert das überhaupt? Und ob! Milch enthält den Eiweißbaustein Tryptophan. Der Zucker im Honig hilft dabei, diesen Stoff ins Gehirn zu transportieren. Dort wird er in Serotonin umgewandelt ein wichtiger Botenstoff, mit dem der Körper den Schlaf steuert.

Mehr als Kuhstall und Kühlregal

Milch-Junge(aid) Mehr als Kuhstall und Kühlregal: Lebensmittelkette Milch Unterrichtsmaterial für die Jahrgangsstufe 4

Inhalt: Milch kennt jedes Kind. Doch wie entsteht die Milch in der Kuh, was kann aus Milch alles hergestellt werden und wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen den Milchsorten? Dies sind nur ein paar Fragen, denen das Heft auf den Grund geht.

Mit abwechslungsreichen Arbeitsaufträgen, Bildkarten, Rezepten, Audio- und Videosequenzen können sich Viertklässler dem Thema „Milch“ mit allen Sinnen nähern. Ausführliche Hintergrundinformationen erleichtern dem Sachkundelehrer den thematischen Einstieg und mithilfe der CD-ROM, die alle Materialien in digitaler Form und zum Teil in bearbeitbaren Formaten enthält, kann er das Material individuell an den Lernstand der Klasse anpassen. Für die Grundschule liegen zwei weitere Landwirtschaftshefte vor.

Lernziele / Kompetenzen: Die Schüler/-innen: setzen sich aktiv mit dem Lebensmittel Milch auseinander, lernen die Entstehung der Milch kennen und erfahren, wie Milchkühe heute gehalten werden, lernen den Weg der Milch vom Kuhstall bis ins Kühlregal kennen und hinterfragen im Hinblick darauf ihr eigenes Konsumverhalten.

Einsatzmöglichkeiten: Grundschule

Autoren: Christine Martin, Daniela Petersenn, Sabine Biberger

Redaktion: Martin Heil , Sandra Thiele

Erscheinungsjahr 2012, 56 Seiten DIN A4, Preis 14,00 € zum aid Medien-Shop

Lebensmittelkunde Milch und Käse

 

Gesunde Ernährung, Foto: Initiative Milch

Gesunde Ernährung, Foto: Initiative Milch

Das Powerduo

(aid) Wie lange reift ein Käse? Warum können einige Menschen keine Milch vertragen? In unserer Beiträgen zum Thema Lebensmittelkunde haben wir Unterrichtsmaterial und Informationen zu einigen Lebensmittelgruppen zusammengestellt. Dieses Mal geht es um das Power-Duo Milch und Käse.

Ein Blick auf die aid-Ernährungspyramide verrät: Drei Portionen Milch sollen es täglich sein. Denn sie liefert wertvolles Eiweiß und ist obendrein unsere wichtigste Calciumquelle.

Aus dem Rohstoff Milch können zahlreiche weitere Produkte wie Käse, Joghurt oder Quark hergestellt werden. Sie liefern Milchfans, aber auch denjenigen, die Milch pur nicht so gerne mögen, gesunde Abwechslung im Speiseplan.

Der aid verfügt über ein methodisch abwechslungsreiches Angebot an Unterrichtsmaterialien zur Herstellung und Verarbeitung von Milch und Käse für alle Altergruppen. Zahlreiche Folien und Arbeitsblätter können hier gesichtet und heruntergeladen, weitere Materialien bequem online bestellt werden.

Autorin: Silke Hoffmann, Bielefeld

Stand: 08.01.2012 www.aid.de

Broschüre: Milch und Milcherzeugnisse

 

Milch und Milcherzeugnisse(aid) Milchprodukte gibt es heute in solcher Vielfalt, dass man vor dem Kühlregal leicht den Überblick verlieren kann. Das Heft informiert über Warenkunde ebenso wie über gesundheitliche Vorzüge der Milch und räumt auf mit vielen gängigen Ernährungsmärchen.

Auch das Thema Laktoseintoleranz wird erklärt. Im Mittelpunkt stehen alle bekannten Milchprodukte, wie Jogurt, Sahne, Frischkäse und ihr Weg vom Rohstoff Milch bis zum fertigen Produkt. Alle wichtigen Fachbegriffe werden erläutert. Ein Extrakapitel behandelt die zum Teil knifflige Kennzeichnung und zeigt, wie die unterschiedlichen Produkte am längsten frisch bleiben. Ein perfekter Ratgeber für alle Milchfans, aber auch für Schüler/-innen, Auszubildende und Beratungskräfte.

Autoren: Gerd Krewer, Stephanie Wetzel, Katharina Henkenjohann, Bettina Muermann Gabriele Kaufmann

Redaktion: Gabriele Kaufmann

Heft mit 56 Seiten zum Preis von 2,50 € zum aid-Medien-Shop

Steckbrief Milcherzeugnisse

 

Milch hat viele Facetten

Milch hat viele Facetten

(aid) Jogurt mit Löffel

Milcherzeugnisse sind Erzeugnisse auf Milchbasis. Die Milcherzeugnisverordnung teilt sie in 15 verschiedene Gruppen ein – sortiert nach ihrer Herstellungsweise und der Bezeichnung.

Zu den wichtigsten Milcherzeugnissen gehören:

Sauermilch
Jogurt
Kefir
Buttermilch
Sahne
Kondensmilcherzeugnisse
Trockenmilcherzeugnisse
Molkenerzeugnisse
Milchmischerzeugnisse (einschließlich Fruchtjogurt)
Molkenmischerzeugnisse

Die Milcherzeugnisverordnung unterscheidet außerdem bei allen Gruppen zwischen zwei verschiedenen Qualitäten, den Standardsorten und Gruppenerzeugnissen. Darüber hinaus enthält sie Vorschriften für Milchzucker- und Milcheiweißerzeugnisse sowie Milchfetterzeugnisse.
Standardsorten

An die Standardsorten werden besonders hohe Qualitätsanforderungen hinsichtlich der Herstellung gestellt. Die Milchtrockenmasse darf nicht durch Zusatz von Milcheiweißerzeugnissen erhöht werden. Die Milch wird zwar vor der Fermentation erhitzt und homogenisiert, nach der Säuerung dürfen die Produkte jedoch nicht mehr einer Wärmebehandlung von mehr als 50 Grad Celsius unterzogen werden. Standardsorten enthalten daher keine Stärke, Speisegelatine oder bestimmte Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel. Darüber hinaus legt die Milcherzeugnisverordnung Fettgehaltsstufen für Standardsorten fest. Zu den Standardsorten der gesäuerten Milcherzeugnisse zählen Sauermilch, Jogurt, Kefir und Buttermilch.
Gruppenerzeugnisse

Gruppenerzeugnisse entsprechen nicht den Voraussetzungen der Standardsorten, so ist zum Beispiel die Wärmebehandlung nach der Fermentation erlaubt; ebenso der Zusatz von Stärke, Speisegelatine oder bestimmten Zusatzstoffen. Der Zusatz von Bindemitteln verhindert, dass sich flüssige und feste Milchbestandteile voneinander trennen, wenn die gesäuerten Milcherzeugnisse zur Verlängerung der Haltbarkeit erhitzt werden. Gruppenerzeugnisse erkennt man daran, dass die Verkehrsbezeichnung der Standardsorte (beispielsweise Jogurt, Buttermilch) durch die Endung „-erzeugnis“ ergänzt wurde, also zum Beispiel Jogurterzeugnis, Buttermilcherzeugnis.
Die Erhitzungsart (sterilisiert, pasteurisiert, wärmebehandelt) und die Verwendung von Zusatzstoffen müssen entsprechend kenntlich gemacht werden. „Wärmebehandelt“ ist ein Produkt, das nach der Fermentation noch einmal auf Temperaturen über 50 Grad Celsius erhitzt wurde.
Fermentation – natürliche Konservierung

Die Milchsäuregärung (Fermentation) zählt zu den ältesten bekannten Konservierungsverfahren. Sie wird durch das Wachstum von Milchsäurebakterien ausgelöst. Die Kulturen wandeln den milcheigenen Zucker zur konservierenden Milchsäure um. Durch die Säure gerinnt das Milcheiweiß und die Milch wird dickgelegt. Weitere Stoffwechselprodukte der Milchsäurekulturen sind zum Beispiel Aromastoffe, Vitamine (Folsäure) sowie gesundheitsfördernde Stoffe (siehe Ernährungsinfos).

Bei der Milchsäuregärung entstehen zwei verschiedene Formen der Milchsäure:

L(+) Milchsäure und D(-) Milchsäure

Die rechtsdrehende L(+)Form wird vom Körper selbst hergestellt und kann auch schneller abgebaut werden als die linksdrehende D(-)Form. Für den erwachsenen Menschen ist die Unterscheidung in links- und rechtsdrehend unerheblich. Der Stoffwechsel von Säuglingen ist hingegen noch nicht vollständig ausgereift. Daher sollte die Nahrung in den ersten Lebensmonaten keine D(-)Milchsäure enthalten. Ernährungsbedingte Erkrankungen durch D(-)Milchsäure sind allerdings bisher unbekannt. Die meisten Hersteller sind dazu übergegangen, nur noch Starterkulturen zu verwenden, die ausschließlich rechtsdrehende Milchsäure produzieren.

Gesa Maschkowski, Heike Krull www.aid.de

Grundnahurungsmittel – Milch

 

1. Woraus besteht eigentlich Milch?
Milch setzt sich aus Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen, Wasser und Milchfett zusammen.

2. Welche Sorten gibt es und wo liegen die Unterschiede?
Der Fettgehalt schwankt dabei zwischen 3,5-5% für Rohmilch, Vollmilch hat 3,5-4%, die fettarme Variante nur 1,5 -1,8%. Weniger hat nur Magermilch (entrahmte Milch) mit maximal 0,5%. Rohmilch ist die nicht wärmebehandelte Variante, deren Genuss daher jedoch nicht unbedenklich ist.

Neben der Frischmilch gibt es mit den gleichen Fettstufen auch noch die H-Milch, also ultrahoch erhitzte Milch, die auf 140 Grad erwärmt wurde, um die haltbar zu machen.

3. Wieviel Milch verbrauchen dei deutschen jährlich?
Zweimal täglich werden in Deutschland 4 Millionen Kühe gemolken. Da jede Kuh täglich 19 Liter Milch gibt (also pro Jahr etwa 7000 Liter Rohmilch produziert), kommt hier Einiges zusammen. Über 30 Mio. Tonnen Rohmilch wurden 2011 in deutschen Molkereien erfasst und verarbeitet. Der Anteil an Biomilch liegt jedoch nur bei 1,8%. Der pro-Kopf-Verbrauch von Milch im ursprünglichen Zustand (also nicht zu Butter, Sahne oder Käse weiterverarbeitet,) liegt in Deutschland bei 94 Litern und auch dem Käse sind Deutsche sehr zugetan: durchschnittlich 23,1 Kilo Käse hat jeder 2011 verzehrt.

Die deutschen Milchbauern liefern inzwischen knapp 50 Prozent ihrer Milch für die Käseherstellung der Molkereien – verständlich, denn für 1 Kilo Käse (abhängig von der Sorte) braucht man mindestens 10 Liter Rohmilch. Dass die Deutschen sich Milchprodukte gerne und oft schmecken lassen, ist auch mit den Preisen hierzulande zu erklären. Besonders günstig sind in Deutschland Milch und Käse. Ein Bundesbürger bezahlt für diese Produkte rund 25 Prozent weniger als ein Franzose, ein Italiener, ein Spanier, ein Belgier, ein Däne, Schwede oder Brite dafür zahlen muss.

Heute müssen deutsche Arbeitnehmer viel weniger Arbeitszeit aufwenden, um sich ihr Glas Milch und ihr Stück Butter, zu kaufen als früher. 9 Minuten musste ein Arbeitnehmer vor 40 Jahren für einen Liter Milch arbeiten – 2010 waren es nur noch 3 Minuten. Für 250 Gramm Butter waren es 1970 gar 22 Minuten Arbeitszeit im Vergleich zu 4 Minuten im Jahr 2010.

4. Ist Milch gesund?
Dass Milch aber auch reich an Kalzium ist, Kraft gibt und beim Muskelaufbau hilft, ist richtig, weswegen es durchaus gute Gründe dafür gibt, weiterhin Milch und Milchprodukte zu konsumieren.

Wer diese Problematik gänzlich umgehen möchte, kann – ähnlich den Menschen mit Laktoseintoleranz – einfach auf alternative Produkte zurückgreifen. Hier ist die Palette in den letzten zehn Jahren stark gewachsen und bietet nun ein breites Sortiment an Soja-, Hafer- und Reismilch-Produkten an.

Milch – kein Muss, aber eine gute Möglichkeit, sich gesund zu ernähren.

 

Milch-Lexikon

 

MILCHPRODUKTE:

ENTRAHMTE MILCH od. MAGERMILCH:
Fettgehalt max. 0,3%. Ideal für den, der Diät od. auf seine Linie achten muss.

EXTRAVOLLMILCH:
Fettgehalt 4,5%. Sie schmeckt besonders vollmundig. RAHM: Früher: Steigt in der Milch nach oben auf und wird abgschöpft. Heute: Milch wird im Seperator (Zentrifuge) so lange geschleudert, bis sich die dünne, aber schwerere Magermilch nach außen abgesetzt hat u. der Rahm, der ein geringeres spez. Gewicht hat, zurückbleibt. Rahm ist Rohstoff für die Butterherstellung, reich an Fett, sowie Milcheiweiß u. fettlösl. Vitamine. Er wird wie die Milch einem Haltbarmachungsverfahren unterzogen.

FRISCHMILCH:
Sie wird nicht in Magermilch u. Rahm getrennt u. wieder vermischt, sondern behält ihren natürlichen, von der Kuh individuell gelieferten Fettgehalt von 3,5-4%. Sie wird tagesfrisch angeboten!

KONSUMMILCH Standardisierte:
In Molkerei schonend behandelt. Nach Reinheitskontrolle durchläuft die Milch den Seperator, der sie in Rahm u. Magermilch trennt. Dann werden beide wieder im gewünschten Verhältnis zueinander gemischt. So entstehen Milch u. Oberssorten mit unterschiedlichem, konstanten Fettgehalt wie auf Standardmilchpackung angegeben.

LEICHTMILCH:
Fettgehalt: 1% u. ist zusätzlich aber eiweißangereichert.

PANNA:
Es enthält nur 22% Fett und behält seine cremige Struktur bei jeder Zubereitungsart (auch bei höheren Kochtemperaturen).

ROHMILCH:
Fettgehalt: 3,5-4% ist völlig unbehandelt. (Frisch von Kuh gemolken). Diese Milch wird nur ab Bauernhof verkauft. Sollte vor Genuss abgekocht werden. Nur kurzfristigst haltbar!

SAUERRAHM (SAURE SAHNE):
Enthält mind. 10 % Fett enthalten. Sie ist in der Molkerei mit Milchsäurebakterien angesäuert und dadurch dicksämig geworden. Schlagsahne oder Kaffeesahne, die sauer geworden sind, dürfen nicht als Sauerrahm verkauft werden. Sie gelten nach dem Lebensmittelgesetz als verdorben.

SCHAFSMILCH:
Milch der Schafe ist deutlich gehaltvoller als Kuh- oder Ziegenmilch. Der Fettgehalt liegt bei 7 %, Eiweiß bei 6 %. Auch die Mengen der Vitamine sind deutlich höher. Schafsmilch wird im Handel sehr selten angeboten und wird fast ausschließlich zur Produktion von Schafskäse verwendet.

SCHLAGSAHNE, SCHLAGRAHM:
Fettgehalt: Mind. 36%. Je höher desto besser lässt er sich schlagen. Für eine gute Schlagfähigkeit ist ein Fettgehalt von mindestens 32 % günstig. Der Rahm wird erhitzt und danach reift er für einige Tage bei 2 bis 5 Grad im Kühlraum. Die Erhitzung verhindert das Aufbuttern beim Schlagen, dann kommt er in den Handel.

STUTENMILCH:
Milch von Pferden ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch des Menschen sehr ähnlich. Stutenmilch eignet durch die ähnliche Zusammensetzung sehr gut als Muttermilch-Ersatz in der Säuglingsernährung. Sie enthält wenig Eiweiß, wenig Fett, aber dafür viel Milchzucker und viele ungesättigte, essentielle Fettsäuren. Sie wird wegen ihrer gesundheitlichen Wirkung gerne in pflegender Kosmetik eingesetzt.

TEILENTRAHMTE (FETTARME) MILCH:
Der Fettgehalt von fettarmer Milch muss mind. 1,5 % und darf höchstens 1,8 % betragen. Auch sie muss einer Wärmebehandlung unterzogen worden sein.

VORZUGSMILCH:
Ist ebenfalls Rohmilch, aber geprüft u. verpackt. Sie wurde nur gereinigt u. gekühlt, sonst aber in keiner Weise behandelt. Darum ist sie nur kurzfristigst Haltbar. Sie muss innerhalb max. 24Std. an Konsument verkauft sein! Vor Genuss abkochen.

ZIEGENMILCH:
Enthält deutlich weniger Fett und Eiweiß als Kuhmilch, dafür aber deutlich mehr Mineralstoffe und Spurenelemente. Ziegenmilch ist bekömmlicher für den Organismus, sie soll die Immunabwehr stärken, krebsverhütend, verdauungsfördernd und kräftigend wirken.

HALTBARE MILCHPRODUKTE:

GEZUCKERTE KONDENSMILCH:
Fettgehalt: Mind. 8%. In verschiedenen Stufen hergestellt, gesüßt mit Zucker od. Glucose. MILCHPULVER: Gehandelt als Mager- u. Vollmilchpulver. Trockenmilch auch genannt, ist eine fast wasserfreie Milch u. somit reine Trockenmasse u. platzsparende Konserve die auch bei der Herstellung von Käse u. Joghurt, sowie in Süß- u. Backwarenindustrie verwendet wird. Mit Wasser wird das Milchpulver wieder auf Trinkstärke gebracht.

HALTBARMILCH (H-MILCH):
Weniger Geschmack u. Vitamine als Vollmilch!!! Vorteil ist lange Haltbarkeit ohne Kühlung. Die ultrahocherhitzte Milch enthält keine vermehrungsfähigen Keime mehr. Sie muss unter sterilen Bedingungen abgefüllt und verpackt werden. In ungeöffneten Packungen ist sie bei Zimmertemperatur mind. 4 Wochen haltbar. Geöffnete Packungen müssen jedoch schnell verbraucht werden, da sich nach kurzer Zeit Erreger die Streptokokken und Staphylokokken ausbreiten!

INSTANTMILCHPULVER:
Herstellung erfolgt mit Emulgator Lecithin, der das körnige Pulver sofort u. klumpenfrei im Wasser auflöst.

KONDENSMILCH (DOSENMILCH):
Fettgehalt: mind. 7,5%. Ist die Sorte, um den Kaffee zu weißen. Hat mind. 24,5% Fett i.Tr.; Kondensmilch ist eine durch Verdampfen von Wasser eingedickte (kondensierte) und durch Sterilisieren haltbar gemachte Milch.

STERILMILCH:
Sterilisierte Milch ist frei von lebenden Keimen. Sie ist in ungeöffneter Packung bei Zimmertemperatur ein halbes bis ein Jahr haltbar. Es treten jedoch erhebliche Vitaminverluste auf und sie ist daher nicht als Säuglingsnahrung geeignet.
SAUERMILCHPRODUKTE:

ACIDOPHILUSMILCH:
Fettgehalt: 3,6%. Wie Sauermilch, nur mit anderen Milchsäurebakterien hergestellt u. flüssig gerührt. Milder Geschmack, sämige Konsistenz.

BUTTERMILCH:
Bei der Butterherstellung aus Rahm bleibt Milchflüssigkeit über: Buttermilch. Österr. Buttermilch entsteht aus past. Milch durch Zusatz von Buttereikulturen. Sie hat noch max. 1% Fett, jedoch alle Nähr- u. Wirkstoffe voll enthalten. Geringer Kaloriengehalt. Ihr erfrischend-säuerlicher Geschmack entsteht durch nachträgliche Zugabe von Milchsäurebakterien, od. beim Verbuttern von bereits angesäuertem Rahm (für Sauerrahmbutter). MOLKE: Wie Buttermilch ein Nebenprodukt, das bei der Käseherstellung anfällt. Sauerod. Labmolke enthält alle wasserlösl. Bestandteile der Milch, sowie ein spez. hochwertiges Molkeneiweiß. Kaloriengehalt ist äußerst gering. Auch als Erfrischungsmischgetränk am Markt.

DICKMILCH & SCHWENDMILCH:
Sind Formen der Sauermilch. Sie wird aus Vollmilch (mindestens 3,5 % Fett), fettarmer Milch (1,5 – 1,8 % Fett) oder entrahmter Milch (höchstens 0,3 % Fett) hergestellt. Der Milchzucker wird von Bakterienkulturen in Milchsäure umgwandelt und dabei bildet sich der charakteristische Geschmack. Man unterscheidet verschiedene Sorten. Sauermilchsorten sind entweder flüssigsämig, das heißt trinkfähig oder dickgelegt, nämlich stichfest. Die trinkfähige Milch wird als Schwedenmilch bezeichnet und die dickgelegte Milch als Dickmilch oder Setzmilch.

FRUCHTJOGHURT = SAUERMILCH mit FRUCHTZUSÄTZEN:
Gibt 2 Fruchtzugebungsmethoden: 1) Bei dickgelegter, also gesäuerter Milch (z.B. Joghurt) werden die fruchtigen Zusätze auf den Boden des Bechers gegeben, darauf die Sauermilch. 2) Die Früchte werden mit dem Milchprodukt sofort leicht vermengt. BIOGHURT: Biogarde. Ähnlich dem Joghurt erzeugt, das aber mit anderen spez. Milchsäurebakterien hergestellt wird.

JOGHURT:
Hat vollmundige Säure, eiweißreich, verdauungsfördernd, mit allen Nährstoffen der Milch. Seinen zartsäuerlichen Geschmack hat es durch spez. Milchsäurekulturen (Lactobacillus bulgaricus u. Streptococcus thermophilus lactis jugurti). Sorten im Handel:

1) Vollmilchjoghurt mind. 3,6% Fett,
2) Fettreduziertes Joghurt 2,5 u. 3,2% Fett
3) Fettarmer Joghurt 1,5 – 1,8 % Fett
4) Magermilchjoghurt od. Joghurt aus entrahmter Milch mit 1% Fett
5) Magermilch-Joghurt (max. 0,3 % Fett)
5) Rahmjoghurt (Sahnejoghurt) mind. 10% Fett.

Außerdem gibt es noch Trink- od. stichfestes Joghurt.

MILCHSÄURE-PRODUKTE ALLGEMEIN:
Milchsäureprodukte haben positive Eigenschaften. Diese werden aber noch von den >Probiotischen Milchprodukten (rechts gedrehter Milchsäure, LC1, LGG, usw.) bei weitem übertroffen! Die Milchsäure sorgt für den notwendigen Säureschutzmantel der Haut, sowie der Schleimhäute vom Mund bis zum Enddarm, auch in den weiblichen Geschlechtsorganen. Dieser Schutzmantel bewahrt uns vor Infektionen durch Bakterien und Viren. Die Milchsäure im Stoffwechselgeschehen: Da regt sie die Funktion der Nebennieren und der Schilddrüse an und bildet eine Energiequelle für die Herzmuskelzellen. Weiters erfüllt die Milchsäure an Aufgaben in unserem Körper: Reguliert das Öffnen und Schließen des Magenschließmuskels. Wirkt gegen Darmträgheit und Verstopfung. Die natürl. Colibakterienbesiedlung des Darmes wird regeneriert. Verhindert Fäulnisprozesse. Erleichtert Ausheilung der Leber!

SAUERMILCHERZEUGNISSE ALLGEMEIN:
Es sind Milchprodukte, die durch Säuerung aus Milch od. Rahm unter Verwendung von Milchsäurebakterien hergestellt werden. Herstellungsverfahren aller Sauermilchprodukte: Milchsäurebakterien (od. andere Mikroorganismen) wandeln den Milchzucker der normalen Milch über verschiedene Zwischenstufen in Milchsäure um. Überschreitet dann dieser Milchsäuregehalt bestimmte Konzentration, fällt das Kasein aus. Dadurch wird die Milch sauer u. dickgelegt. Die verwendeten Mikroorganismen und die Herstellungstemperaturen prägen die Sauermilchprodukte. Beim Verzehr begünstigen Sauermilchprodukte (die auch in ihr enthaltene) Kalziumaufnahme aus der Nahrung in die Blutbahn! Dies wirkt z.B. der Osteoporose entgegen. SAUERMILCH: Fettgehalt: 3,6%. Ist mit mild säuernden Bakterien dickgelegte, dann flüssig gerührte Milch.

PROBIOTISCHE MILCHPRODUKTE:
Probiotisch heißt übersetzt: „Für das Leben“. Ihre Wirkung im Darm ist wesentlich besser als von normalen Sauermilchprodukten!!! Sie enthalten lebende Bakterienstämme, die die Magensäure größtenteils unbeschadet überleben. Sie legen sich sodann schützend entlang der Darmwand an und bringen die nützliche Darmflora ins Gleichgewicht, unterstützen, verbessern u. stärken sie! Bei normalem Joghurt werden bereits im Magen, durch die Magensäure, die Joghurtbakterien vernichtet!

BAKTERIENSTÄMME:
1) Unlösliche Ballaststoffe: Z.B. in Hafercrispies HT, sowie lebende Lactobazillen (z.B. LGG, LC1); LC 1 steht für Lactobacillus acidophilus 1. Dies ist ein gesunder Aktivstoff. Geschmacklich im Joghurt: Zart u. cremig.
2) Löslichen Ballaststoffe: Oligofructose u. Inulin. Sie können extra zugesetzt werden und dienen als Ballaststoff, aber last not least auch für die Geschmacksgefühlverbesserung des Produktes. Beide Zusätze sind somit gesund.

BIOGHURT:
Ist mit dem Joghurt verwandt. Es werden jedoch andere Milchsäurebakterien als bei Joghurt verwendet, zum Beispiel Lactobacillus Acidophilus.
SONSTIGE MILCHPRODUKTE:

CREME FRAICHE:
Franz. Bez.; Ist frischer leicht gesäuerter Rahm dem ein Teil Wasser entzogen wurde; Ist ein Sauerrahm der nach spez. Rezept hergestellt wird: Frischer Rahm wird schwach mit Milchsäurebakterien gesäuert, dann durch schonendes Wasserverdampfen auf einen Fettgehalt von 36% eingestellt. Es erhält dadurch einen sehr zarten, lieblichen Säuregeschmack u. die Fähigkeit, in heißen Speisen nicht auszuflocken. Eignet sich daher hervorragend zum Binden von Saucen. Créme fraîche gibt es natur, mit div. Kräuterzusätzen, Knoblauch od. Tomaten. Verwendung: Verfeinern warmer Speisen, binden von Saucen.

KEFIR:
Der Milch wird neben Milchsäurebakterien Kefirpilze zugesetzt, die säuern u. eine leichte Gärung bewirken. Daraus resultiert der Alkoholgehalt von 0,1%, sowie auch Kohlensäure, die Kefir den typisch spritzigen Geschmack verleiht! Kefir gibt es auch als flüssiggerührtes Getränk mit 3,6% Fett. Kefir gilt als gesündestes Sauermilchprodukt!

SAUERRAHM ( SAURE SAHNE ):
Fettgehalt: 15%. Es ist frischer Rahm, der mit Milchsäurebakterien versetzt wurde. Durch zu langes Lagern sauer gewordenes Obers darf nicht als Sauerrahm angeboten werden! Soll der Sauerrahm heiße Speisen (z.B. Saucen) verfeinern, so rühre den Rahm mit etwas Mehl an u. das Milcheiweiß flockt nicht so schnell aus.
Quelle: Wolfram Helmert
Milch-Lexikon